Vasektomie

Immer mehr Männer wollen die Verantwortung für die Empfängnisverhütung in ihrer Beziehung selbst übernehmen. Pro Jahr entscheiden sich in Deutschland etwa 55.000 Männer für eine Sterilisation. Ich habe mich deshalb in meiner Urologie-Praxis im Hamburger Alstertal auf diesen ambulanten Eingriff spezialisiert.

Vasektomie – es gibt gute Gründe

Die Sterilisation des Mannes ist ein kleiner ambulanter Eingriff in lokaler Betäubung. Ich führe ihn in meiner Praxis sehr häufig durch. Im Vergleich zu vielen anderen Verhütungsmethoden ist die Vasektomie eine sehr sichere Methode. Sie beeinträchtigt das Lustempfinden und die Erektionsfähigkeit des Mannes in der Regel nicht. Frauen sind dafür oft sehr dankbar, wenn sie nicht mehr die Pille nehmen oder eine andere hormonell wirkende Verhütungsmethode anwenden müssen.

Allerdings sollten Paare, die sich hierfür entscheiden, mit der Familienplanung abgeschlossen haben: Zwar gibt es die Möglichkeit, die durchtrennten Samenleiter wieder zu verbinden. Doch hierfür ist eine größere Operation unter Vollnarkose notwendig. Eine Garantie dafür, dass der Mann wieder zeugungsfähig ist, gibt es zudem nicht.

Bevor Sie sich für diesen Eingriff entscheiden, sollten Sie dies für sich und Ihre Partnerin also gut abgewogen haben.

Was passiert bei der Vasektomie?

Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt und die losen Enden danach wieder verschlossen. Dieser Eingriff dauert in der Regel nur 20-25 Minuten. Nach dem Eingriff geht dann die Produktion von Hormonen und Spermien weiter. Aber die Spermien gelangen nicht mehr ins Ejakulat, sondern werden vom Körper im Nebenhoden abgebaut. Damit kann der Mann keine Kinder mehr zeugen. Der Hormonhaushalt des Mannes wird nicht beeinflusst. Seine Erektionsfähigkeit bleibt unverändert, und auch die Samenflüssigkeit selbst sieht äußerlich fast unverändert aus.

Wie ist der Ablauf der Vasektomie?

Zu Beginn steht zunächst ein ausführliches Informationsgespräch zu Inhalten und Risiken der Operation. Danach wird für einen anderen Tag der Termin vereinbart.

Die Sterilisation selbst führe ich im Operationssaal der Chirurgiepraxis im Alstertal durch. Diese Praxis befindet sich im 2. Stock unseres Haus und ist sehr modern, aber auch freundlich und ansprechend ausgestattet. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Hierzu müssen Sie nicht nüchtern erscheinen.

Bei der Operation setze ich einen kleinen Schnitt am Hodensack. Dann ziehe ich die beiden Samenleiter durch das entstandene kleine Loch ein Stück heraus und durchtrenne sie.  Anschließend entferne ich ein etwa 1 cm langes Teilstück. Dann werden die losen Enden durch Elektrokoagulation und Legatur verschlossen. Um ganz sicher zu sein, dass die beiden Enden nicht mehr zusammen wachsen, verlege ich sie zum Abschluss in verschiedene Gewebeschichten im Hodensack. Bei der Vasektomie verwende ich grundsätzlich resorbierbares Nahtmaterial. Dieses hat den Vorteil, dass sich der Faden nach einiger Zeit von selbst auflöst. Lästiges oder schmerzhaftes Fadenziehen ist damit nicht nötig.

Nach einer kurzen Erholungszeit in der Praxis können Sie abgeholt werden. Danach erholen Sie sich am Operationstag selbst zuhause. In dieser Zeit bin ich für Sie telefonisch jederzeit erreichbar.

Download Aufklärungsbogen der Praxis zur Operation

Ist der Eingriff schmerzhaft?

Generell ist die Vasektomie ein kleinerer Eingriff in örtlicher Betäubung. Die Berichte, ob und wenn ja wie schmerzhaft die ersten 48 Stunden nach dem Eingriff waren, sind unterschiedlich: Sie reichen von: überhaupt nicht über: leichtes Spannungsgefühl in der Körperregion bis zu einer kurzzeitigen besonderen Empfindlichkeit bei leichten Berührungen am Hoden. 

Welche Nachsorge gibt es?

Am Morgen nach der Vasektomie kommen Sie zur Wundkontrolle in meine Praxis. In der Regel können Sie dann schon wieder arbeiten. Sollten Sie aber schwere körperliche Tätigkeiten verrichten müssen, empfehle ich eine zweitägige Auszeit.

Ab welchem Zeitpunkt Sie nach der Vasektomie tatsächlich nicht mehr zeugungsfähig sind, zeigt die Untersuchung des Ejakulats. Zum ersten Mal nach 8 und dann nach 10 Wochen erfolgen zwei Ejakulat-Kontrollen. Sollten dann noch immer einzelne Spermien nachweisbar sein, führe ich zwei Wochen später eine dritte Kontrolle durch. In der Regel dauert es mehrere Wochen, manchmal aber auch ein paar Monate, bis alle Spermien auch aus den oberen Abschnitten der Samenleiter ausgeschieden sind. Erst wenn gar keine Spermien mehr im Ejakulat nachgewiesen werden können, können Sie ganz sicher auf weitere Verhütungsmittel verzichten.

Wie hoch sind die Kosten der Vasektomie?

Gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen den Eingriff in der Regel nicht. Die Kosten betragen insgesamt, je nach Aufwand, zwischen 380 und 400 Euro. Es wird nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abgerechnet.  

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